Kategorie:Kiedrich

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Kiedrich liegt an der ehemaligen Handelsstrasse, die vom Rhein hoch nach Haussen und weiter in den Untertaunus führte. Ebenso wie die Nachbarsgemeinden gehörte Kiedrich zu den kirchlichen Filialorten Eltvilles, die in einer Urkunde Erzbischofs Friedrich von Mainz (937 - 954) genannt werden.

Der Scharfenstein ist eines der weithinsehbaren Wahrzeichen der Gemeinde, der sich auch im Wappen Kiedrichs rechts neben dem Mainzer Doppelrad wiederfindet. Als Eckpfeiler im Osten diente der Scharfenstein um 1215 als Mainzer Landesburg. Im Zollkrieg versuchte Albert von Oestereich vergeblich die Burg zu belagern. Nach dem Aussterben des Scharfensteinergeschlechts nutzten die Kiedricher den Scharfenstein als Wachtposten.

Ein weiteres Wahrzeichen der Gemeinde Kiedrich ist ihre gotische Pfarrkirche St. Valentin mit anschliessender Michaelskapelle. Nicht umsonst wird Kiedrich auch als das gotische Dorf im Rheingau bezeichnet. Dieser gotische Pfarrbezirk ist ein Kleinod, das die Besucher aus Nah und Fern nach Kiedrich anreisen läßt. Eine weitere Besonderheit neben der erhaltenen Gotik sind die Kiedricher Chorbuben. Hier wird der gregorianische Chorgesang seit 1333 gehegt und gepflegt. Sonntags im Gottesdienst ertönt heute wie früher noch diese gotischen Gesänge die Dank des unermütlichen Einsatzes der Kiedricher und ihrer Chorbuben weiterleben.

Eine Reihe von Adelshöfen und Gutshäusern laden zum Spazieren durch Kiedrich und seine Gemarkung ein.

Auch nach der Gebietsreform 1977 blieb Kiedrich selbständige Gemeinde und ist heute das kleinste Dorf im Landkreis.

Quelle: Eltviller Gästeführer

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