Kategorie:Martinsthal

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Als Erzbischof Gerlach von Nassau den Rheingau durch erweitern des "Gebücks" stärken wollte, bot er denjenigen, die vor dem Gebück lebten, eine 10jährige Steuerbefreiung an, wenn diese innerhalb des Gebücks ziehen würden, um dort neue Siedlungen zu errichten. So verliessen damals viele Roder ihr Dorf, um in Martinsthal einen neuen Ort zu gründen. An den ehemaligen Ort Rode errinnert nur noch eine Kapelle in der Weinbergslage "Martinsthaler Rödchen". Ähnlich wie die Nachbargemeinde war auch Martinsthal dem Dekanat Eltville unterstellt. Doch Martinsthal war von Anfang an bestrebt sich von Eltville zu lösen. So ist für 1402 ein eigener Schültheiss und 1429 ein Bürgermeister, Schültheiss und Gemeinderat nachweisbar. 1429 erhielten die Martinsthaler das Recht eine Kirche zu errichten und einen eigenen Pfarrer zu beschäftigen.

Der 30jährige Krieg im Rheingau ist eng mit der Martinsthaler Ortsgeschichte verbunden, den am 04. Dezember 1631 fiel die Hauptstreitmacht der schwedischen Truppen in Martinsthal durch das Gebück in den Rheingau ein. Vorher hatten die Rheingauer einen Scheinangriff in Walluf erfolgreich abgewehrt.

Seit dem 01. Januar 1977 wurde die selbständige Gemeinde Martinsthal aufgelöst und in die Stadt Eltville eingemeindet.

Quelle: Eltviller Gästeführer

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