Mittelheim

Aus RheingauerWein

Der "Weinbauflecken" ist im wahrsten Sinne des Wortes die Mitte und Bindeglied in der jüngsten Stadt des Rheingaus Oestrich-Winkel geworden, als sich diese drei Gemeinden 1972 zusammenschlossen.

In Mittelheim liegt der Bahnhof der Stadt, der die regionale Verbindung nach Koblenz, Mainz, Wiesbaden und Frankfurt ermöglicht. Von hier führt auch die Autofähre über den Rhein nach Ingelheim mit direkter Anbindung an die Autobahnen nach Mainz-Ludwigshafen bzw. Koblenz-Köln.

Zentral gelegen - von hier aus sind in nur wenigen Minuten die interessantesten Punkte des Rheingaus zu erreichen - ist es der geeignete Standort für Ausflüge. Ebenso hat die Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH hier ihren Sitz.

Waren die drei zusammengelegten Gemeinen auch über 750 Jahre selbständig mit eigenen Kirchen und Rathäusern, so bildeten sie bis ins 13. Jahrhundert eine Einheit, anfangs in Gestalt einer karolingischen Krondomäne (8. Jahrhundert).

Mittelheim zeichnet sich neben einer Anzahl hübscher Höfe und ansehnlicher Fachwerkhäuser vorallem durch die neben der Basilika von Kloster Eberebach einzige aus dem 12. Jahrhundert erhaltene Kirche aus. Unweit vom Rhein inmitten der Weinberge gelegen, beeindruckt die dem heiligen Aegidius geweihte Pfarrkirche durch ihre Einfachheit und Strenge. Als Klosterkirche gebaut, ist die römische Basilika mit Querschiff und Turm auch innen von einer sparsamen Ausstattung. Spätgotische Kunstwerke setzen hier belebende Akzente. Die geschnitzte Kanzel aus der Werkstatt des Erhard Falkener (1511) ist besonders erwähnenswert. Bis heute ist der Wein und der Weinanbau das Wichtigste im wirtschaftlichen und kulturellem Leben der Mittelheimer. In den schmucken Gutshöfen und Straußwirtschaften kann man es sich bei leckeren Gerichten und gepflegten Weinen gutgehen lassen.

Kerbe, Kirchweih´ und Weinfeste vom Frühjahr bis in den Herbst zeugen vom Frohsinn in unserer Gemeinde. Hervorzuheben sind die Jazz-Wochen im Juli und der Weihnachtsmarkt am 3. Adventsonntag rund um die Basilika.

Quelle: Eltviller Gästeführer

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