Aus RheingauerWein

Inhaltsverzeichnis

Weinland Rheingau in der Presse

Frischer Riesling und blumiger Rivaner

Artikel von Christa Kaddar erschienen im Rheingau Echo
Die Weinpräsentation von Weinland Rheingau fand großen Zuspruch
Eltville. (chk) – Viele Weinfreunde strömten am Sonntag zur Weinpräsentation der Gebietswinzergenossenschaft Weinland Rheingau, und die Mitarbeiter hatten mit der Weinverkostung und dem Weinverkauf alle Hände voll zu tun. Im Mittelpunkt der Präsentation standen die jungen Weine, aber auch die Weine früherer Jahrgänge standen zum Probieren zur Verfügung.

An der Verkaufstheke und an drei einladenden Probierstationen in den Verkaufsräumen konnten die Gäste die Weine verkosten und sich von den Weinland-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern beraten lassen. Bei dieser neuen Art der Präsentation waren die Probierstationen unterteilt in trockene, halbtrockene und liebliche Weißweine und in Rotweine.

Besondere Beachtung schenkten Kunden und Besucher den neu abgefüllten 2012er Weinen. „Frische, fruchtige Rieslinge waren gefragt, aber auch der 2012er Rivaner, der eine blumige Note vorweist, kam sehr gut an“, erklärte Kellermeister Karl Heinrich Jakob. „Die Besucher hatten viel Lob für die große Vielfalt der Weine unserer Winzergenossenschaft.“ Ein Grund für diese Vielfalt liegt auch darin, dass die Trauben auf ganz unterschiedlichen Böden im gesamten Weinanbaugebiet wachsen und reifen – von den Schieferverwitterungsböden in Lorchhausen bis zu den kalkhaltigen Böden in Hochheim.

Gut kamen auch die Rotweine an, die Büroleiterin Ursula Christoffels an ihrer Station präsentierte. Zwei Fassproben waren darunter, die besondere Aufmerksamkeit erhielten: Der 2011er Spätburgunder trocken und der 2011er St. Laurent Rotwein trocken aus der Lage Oestricher Klosterberg. Auch das moderne Flaschendesign, in das die neueren Weine bereits abgefüllt sind, fiel angenehm ins Auge.

Großen Zuspruch fanden auch die deftigen Rheingauer Spezialitäten, die Werner Kühn mit seinem Team in der Straußwirtschaft im ersten Stock servierte.

Quelle: Rheingau Echo

Immer die Aquarellfarben im Reisegepäck

Artikel von Christa Kaddar erschienen im Rheingau Echo
Elke Uta Summen zeigt ihre Bilder in den Räumen von Weinland Rheingau
Erbach. (chk) – Landschaftsbilder und Städteimpressionen rund um Wiesbaden und Frankfurt zeigt die Malerin Elke Uta Summen aus Bad Soden in den Verkaufsräumen der Gebietswinzergenossenschaft Weinland Rheingau: Das Schloss und der Bolangoropalast in Höchst, der Eiserne Steg, die Hauptwache, die Alte Oper und der Römer in Frankfurt gehören dazu, und auch das Hundertwasserhaus in ihrer Heimatstadt Bad Soden, die "Scheuer" in Hofheim und die Burg in Königstein, außerdem Winterlandschaften aus dem Rheingau und Taunus und aus St. Moritz. Auch eine Almhütte und das Matterhorn hat sie bei ihren Reisen "eingefangen". Die Bilder, die in kräftigen Aquarellfarben gemalt sind, wirken sehr stimmungsvoll und laden ein zum Verweilen und Betrachten.</P>

Schon in ihrer Kindheit in Leipzig hat Elke Uta Summen gern gezeichnet und gemalt und mit dem Gedanken gespielt, Modezeichnerin zu werden. Als sie als junge Frau ins Rhein-Main-Gebiet kam, absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung, arbeitete danach als Buchhalterin, und die Freude am Malen trat zunächst in den Hintergrund, bis sie in den 1980er Jahren zur Seidenmalerei fand. Im Jahr 2000 kam sie über den Künstler Hans Krause zur Aquarelltechnik, der sie bis heute treu geblieben ist, auch wenn sie gelegentlich Werke in Acryl und Mischtechniken gestaltet. "Die Aquarellmalerei erfordert spontanes, zügiges, aber auch konzentriertes Arbeiten, ist farbintensiv und sehr vielseitig in den Ausdrucksmöglichkeiten", erklärt Elke Ute Summer. "Das Material für die Aquarelltechnik ist leicht zu transportieren und ich kann das Malen und Reisen miteinander verbinden; dabei lerne ich nette Leute kennen und sehe etwas von der Welt." Auf vielen Malreisen, Seminaren und Workshops hat sie ihr Talent und ihre Technik durch eine umfangreiche Ausbildung bei namhaften Künstlern stetig weiterentwickelt. Sie beschäftigt sich auch intensiv mit dem Porträt- und Aktzeichnen und hat eine Serie erotischer Bilder gemalt.

In den letzten zwölf Jahren hat sie ihre Werke 49 Mal in der Rhein-Main-Region ausgestellt. Die Ausstellung im Weinland Rheingau ist für sie ein Jubiläum: Ihre 50. Ausstellung. Diese verdankt sie einem glücklichen Zufall, den sie selbst schildert: "Ich bin ein Rheingau-Fan. Als ich wieder einmal in Eltville zu Besuch war, sah ich am Weinprobierstand den Flyer mit den Ausstellungen im Weinland Rheingau. Gerade war auch Frau Demant da, mit der ich über meine Bilder ins Gespräch kam – und vor kurzem hat sie mich angerufen, dass es jetzt die Möglichkeit gibt, auszustellen."

Claudia Demant, die die Ausstellungen organisiert, begrüßte zur Vernissage die Künstlerin und die Gäste mit einem Gläschen "Weinlandperle", einem trockenen Rheingauer Spätburgunder Rosé Qualitätsperlwein. Noch bis zum 31. Dezember haben Wein- und Kunstfreunde die Gelegenheit, die Ausstellung von Elke Uta Summen zu besuchen und die ansprechenden Bilder auf sich wirken zu lassen. Die Verkaufsräume sind geöffnet montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.

Quelle: Rheingau Echo

Stimmungsvolle Momente im Bild festgehalten

Artikel von Christa Kaddar erschienen im Rheingau Echo
Gisela Sperfechter und Elke Jaugitz zeigen ihre Werke im Weinland Rheingau
Erbach. (chk) – Fotokunst von Gisela Sperfechter und Malerei von Elke Jaugitz ziert derzeit die Wände der Verkaufsräume der Gebietsgenossenschaft Weinland Rheingau. Zur Ausstellungseröffnung begrüßte Weinland-Mitarbeiterin Claudia Demant die Gäste mit einem trockenen Spätburgunder-Perlwein, der "Weinlandperle", und würdigte die Werke der beiden Künstlerinnen, die im Rheingau durch einzelne und gemeinsame Ausstellungen bereits bekannt sind.

Gisela Sperfechter hat in ihren Fotografien – die sie auf Leinwand und Leinenkarton präsentiert – Schönes aus dem Rheingau und auf anderen Reisen und Spaziergängen festgehalten: Traumhafte Rosenimpressionen, bunte Rebenblätter, Trauben in leuchtenden Farben, Landschaften und Stillleben. Die Malerei von Elke Jaugitz ist inspiriert von ihrer norddeutschen Heimat: Sonnenauf- und -untergänge am Meer und andere meditative und stimmungsvolle Landschaftsimpressionen und Stillleben prägen die Ausstellung.

Beide Künstlerinnen leben in Mainz-Kostheim und pflegen eine enge Verbindung zum Rheingau. Gisela Sperfechter hat an der Fachhochschule für Bildende Künste in Offenbach ein Studium absolviert mit den Schwerpunkten Fotografie, Grafik, Buchbindekunst und Schriften. Zusätzlich machte sie eine Lehre zur Fotokauffrau, erlernte den Umgang mit den verschiedensten Kameras und vertiefte ihr Interesse für die Fotografie. Seit sie im Ruhestand ist, widmet sie sich noch intensiver der künstlerischen Fotografie und schreibt Gedichte, die sie in kleinen Gedichtbändchen mit ihren Fotografien veröffentlicht. Die ausgestellten Werke sind alle gleichermaßen faszinierend und zeigen, dass die Künstlerin mit sorgfältigem und liebevollem Blick ihre Motive einfängt. Jede Rose ist ein Unikat, jeder Blick auf die Natur hält besondere Momente fest.

Elke Jaugitz ist in Kiel geboren und kommt aus einer Familie, die mütterlicherseits künstlerisch geprägt ist von Orgelbauern, Organisten, Kunstmalern und Restaurateuren. Väterlicherseits spielte die Seefahrt eine wichtige Rolle und Elke Jaugitz schaffte es, in ihrem Leben Seefahrt und Kunst zu verwirklichen. Sie fuhr als Stewardess zur See, wandte sich dann unter anderem dem Technischen Zeichnen im Maschinenbau für Schiffe zu, bevor sie den Weg zur Fotografie, Kunst und Kunstpädagogik fand. Schon als Kind hat sie gerne gemalt und widmet sich nach ihrer Tätigkeit als Kunstpädagogin in Frankfurt am Main – ebenfalls im Ruhestand – intensiv der freien Kunst. Sie beherrscht eine große Bandbreite von der naturalistisch-realistischen Malerei, über die expressionistische und illusionistische Malerei und hat sich auch durch die Heraldik, die Wappenmalkunst, einen Namen gemacht

Die eindrucksvolle Ausstellung ist noch bis zum 31. August im Weinland Rheingau zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr.

Quelle: Rheingau Echo

Drei Rheingauer Malweiber im Weinland Rheingau

Artikel von Christa Kaddar erschienen im Rheingau Echo, Ausgabe 19.05.2011
Drei Rheingauer Malweiber im Weinland Rheingau
Bettina Burg, Betty Dreifuss und Marianne Schaber zeigen ihre Bilder bis zum 25. Juni

Bild:Artikel Rheingau Echo 2011-05-20.jpg

Bettina Burg (2.v.l.), Betty Dreifuss (Mitte) und Marianne Schaber (2.v.r.) bedankten sich bei den Veranstalterinnen mit einem Blumenstrauß. Im Hintergrund die Bilder von Betty Dreifuss: "Tomates" und "Zapallos". Erbach. (chk) – "Die 3 Malweiber" nennen sie sich: Bettina Burg, Betty Dreifuss und Marianne Schaber. Kennen gelernt haben sie sich beim Malen bei Georgis Spanakis in Geisenheim und jetzt stellen sie gemeinsam ihre Bilder in der Winzergenossenschaft Weinland Rheingau aus. Jede Malerin hat ihren eigenen Stil und zugleich verbinden sich die Bilder zu einer beeindruckend harmonischen Ausstellung.

Weinland-Mitarbeiterin Claudia Demant, die die Künstlerinnen und die Gäste zur Eröffnung der Ausstellung mit einem Glas Rieslingsekt extra trocken und einigen Informationen über die Genossenschaft begrüßte, sprach auch einführende Worte zur Ausstellung. "Die Malweiber gab es tatsächlich", sagte sie. "Ich habe mal im Internet geforscht: Unerschrockene Künstlerinnen, die um 1900 lebten. Es waren Frauen mit künstlerischen Ambitionen, denen die Aufnahme an die Kunstakademie verwehrt wurde." Um sich von traditionellen Rollenbildern zu befreien, hätten sie meist in einer Künstlerkolonie gelebt und über ihre Bilder Interesse an Licht außergewöhnlichen Motiven und viel Farbe gezeigt. In Bezug auf Unerschrockenheit, künstlerische Ambitionen und Interesse für Licht, Farben und außergewöhnliche Motive konnte Claudia Demant durchaus Parallelen zu den Rheingauer Malweibern sehen.

Bettina Burg lebt und malt in Rauenthal. Sie hatte in ihrem Lehramtsstudium neben Deutsch und Theologie auch Kunst studiert, entwickelte sich allerdings zur eigenständigen Künstlerin erst vor acht Jahren. Seitdem ist sie Schülerin von George Spanakis. "Ihm habe ich viel zu verdanken", sagt sie. Mit besonderer Hingabe malt sie Kinderporträts, von denen sie eine Auswahl im Weinland Rheingau zeigt. Darüber hinaus zeigt sie weitere Ölbilder, Mischtechniken und Aquarelle, darunter "Hortensien", "Artischocken" und "Erinnerungen an ein Weindorf."

Betty Dreifuss ist in Feuerland, im Süden Chiles, aufgewachsen und wohnt in Geisenheim. "Ich lebe seit 22 Jahren im Rheingau. Hier habe ich auch meine Leidenschaft zur Kunst und Malerei entdeckt." Zehn Jahre lang besuchte sie die Mal- und Zeichenkurse von Spanakis in Geisenheim. Inzwischen nimmt sie Unterricht in Aquarelltechnik bei Ingo Neumann in Wiesbaden. Betty Dreifuss zeigt in der Ausstellung großformatige und farbintensive Bilder, deren spanische Titel an ihre Herkunft erinnern, zum Beispiel "Tomates", "Zappallos" (Kürbisse) und "Naranjas" (Apfelsinen); auch Aquarelle mit "Gallos", Gockel, sind zu bewunden.

Marianne Schaber aus Hallgarten hat die Freude an der Malerei vor sechs Jahren neu entdeckt. Sie besuchte die Kurse von George Spanakis und, wie Betty Dreifuss, nimmt sie seit dem vergangenen Jahr Unterricht in Aquarelltechnik bei Ingo Neumann. Sie präsentiert im Weinland Rheingau überwiegend Aquarelle, die unter anderem Titel tragen wie "Mohn", "Pusteblumen", "Tulpen", "Musikantinnen", "Venedig".

Allen drei Künstlerinnen ist gemeinsam, dass sie die Malerei handwerklich beherrschen, einen Blick für besondere Motive haben und darüber hinaus viel Seele in ihre Bilder legen. Ein Besuch der Ausstellung, die noch bis zum 25. Juni zu sehen ist, verspricht eine abwechslungsreiche und anregende Entdeckungsreise durch die Welt der Bilder. Weil sie sich über die gute Organisation und Betreuung der Ausstellung im Weinland Rheingau gefreut haben, bedankten sich die drei Malweiber mit einem Blumenstrauß bei Claudia Demant und Büroleiterin Ursula Christoffels.

Quelle: Rheingau Echo

Frühlingsmarkt 2011 - Schönes zu Ostern

Das Rheingau Echo berichtet in der Ausgabe vom 14. April 2011 über den Frühlingsmarkt im Weinland Rheingau.

Bild:Artikel_Rheingau_Echo_201104.jpg

Quelle: Rheingau Echo

Landschaftsbilder, Stillleben und Porträts

Das Rheingau Echo berichtet in der Ausgabe vom 20. Januar 2011 über die Vernissage zur aktuellen Ausstellung.


Bild:Artikel_Rheingau_Echo_201101.png

anbei der Artikel auch als PDF Bild:Artikel Rheingau Echo.pdf

Quelle: Rheingau Echo


Das Leben ist voller Bilder

Das Rheingau Echo berichtet in der Ausgabe vom 22. Juli 2010 über die Vernissage zur aktuellen Ausstellung.


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Quelle: Rheingau Echo

Gewinnspiel 2010

Das Rheingau Echo berichtet in der Ausgabe vom 14. Mai 2010 über das Luftballon-Gewinnspiel.


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Quelle: Rheingau Echo


Frühlingsmarkt 2010

Das Rheingau Echo berichtet in der Ausgabe vom 01. April 2010 über den diesjährigen Frühlingsmarkt.


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Quelle: Rheingau Echo


Beeindruckende Vielfalt und Harmonie

Das Rheingau Echo berichtet in der Ausgabe vom 18. März 2010 über die aktuelle Ausstellung, die zur Zeit im Weinland Rheingau zu sehen ist.


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Quelle: Rheingau Echo


Einladende Vielfalt in Aquarell und Öl

Das Rheingau Echo berichtet in der Ausgabe vom 28. Januar 2010 über die Vernisage, die zur Zeit im Weinland Rheingau ausgestellt wird.


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Quelle: Rheingau Echo


"Wir halten den derzeitigen Stand für befriedigend"

Weinland Rheingau beging 50jähriges Jubiläum mit einer Feierstunde / Positiver Ausblick

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Werner Kühn nahm die Glückwünsche von Bürgermeister Patrick Kunkel entgegen – gemeinsam mit dem früheren, langjährigen Geschäftsführer Winfried Stoll und dem früheren Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Post.

Eltville. (chk) – Erfreut zeigte sich Werner Kühn, Vorsitzender des Vorstands der Winzergenossenschaft Weinland Rheingau, über die zahlreich erschienen Gäste und Ehrengäste zur Feierstunde des 50jährigen Jubiläums. In seiner Festrede gab er einen kurzen Überblick über die Geschichte der Gebietsgenossenschaft von der "Geburt" am 22. August 1959 bis heute. Er dankte allen, die das Unternehmen unterstützen – als Mitglied, Mitarbeiter oder Kunde.

Am Ende seiner Rede ging Kühn auf die in der Öffentlichkeit immer wieder geforderte stärkere Zusammenarbeit zwischen den Genossenschaften ein. "Wir haben dieses Thema nicht aus den Augen verloren, dabei halten wir die bisherige Entwicklung und den derzeitigen Stand für durchaus befriedigend", sagte Werner Kühn. "Austausch und partielle Zusammenarbeit finden zwischen allen Genossenschaften, dort, wo es Sinn macht, statt." Mutwillige und kurz entschlossene Kooperationen und Fusionen seien nicht die richtigen Schritte. Es müsse in vielen Dingen passen, sonst sei das Ergebnis eines gut gemeinten Schritts eher destruktiv. "Die mit einer Kooperation aller Winzergenossenschaften verbundene Hoffnung, daß die vereinte Kraft mehr Ordnung in den teilweise immer noch chaotischen Rheingauer Weinmarkt bringen würde, halte ich für verfehlt." Es seien nicht die Genossenschaften an sich, die etwas bewirken könnten, betonte Kühn. "Bewirkt werden kann nur etwas, wenn sich uns möglichst viele Winzer mit Flächen anschließen und so die oft zitierten vagabundierenden Mengen vom Markt verschwinden. Letztlich schließen sich Winzer aber nur Unternehmen an, denen sie langfristig vertrauen. Hier beweist der wohl langsame, aber stetige Zustrom jüngerer Mitglieder zu unserem Unternehmen, daß viele Kollegen uns zutrauen, zusammen mit ihnen die Zukunft zu meistern."

In den anschließenden Grußworten würdigten die Redner die Verdienste der Gebietswinzergenossenschaft und gaben ihre Einschätzungen für die Zukunft ab. Claus-Peter Fontana vom Genossenschaftsverband erklärte, daß er Verschmelzungen der Genossenschaften für angebracht, aber auch Kooperationen für sinnvoll halte. Stefan Ress vom Vorstand der IHK Wiesbaden betonte, daß es die richtige Entscheidung gewesen sei, sich auf den Weinvertrieb über Lebensmittelmärkte in der Region zu konzentrieren und daß die treuen Mitarbeiter, die vielen Mitglieder und Kunden für den Betrieb sprächen." Klaus-Peter Keßler, Präsident des Rheingauer Weinbauverbands, lobte die gute Qualität der Weine und die gute Vorstandsarbeit, und erklärte außerdem, daß er Fusionen unter den Winzergenossenschaften für erstrebenswert halte. Keßler überreichte als Geschenk einen 50 Jahre alten Wein aus seinem Familienweingut, einen 1959er Martinsthaler Pfaffenberg Riesling Spätlese.

"Guter Marketingname"

"Liebe Genossen und Genossinnen – das habe ich bisher noch nie sagen dürfen, aber heute paßt es", sagte Bürgermeister Patrick Kunkel mit sichtlichem Genuß. Er lobte die bisherigen Anstrengungen der Winzergenossenschaft, die unter dem Motto arbeite: Gemeinsam ist man stark. Die Verleihung des Staatsehrenpreises vor zwei Jahren sei eine Bestätigung für die gute Arbeit. "Wir wissen in Eltville, was wir an dieser Winzergenossenschaft haben", sagte Kunkel und überreichte ein Jubiläumsgeschenk der Stadt in Höhe von 250 Euro und eine gerahmte Apitz-Zeichnung des Oberen Rheingaus. Die Geschenke nahm Werner Kühn entgegen – gemeinsam mit dem früheren Geschäftsführer Winfried Stoll, der rund drei Jahrzehnte die Geschicke der Genossenschaft mitlenkte, und mit dem früheren Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Post.

Landrat Burkhardt Albers verschonte als letzter Redner die Gäste mit langwierigen Ausführungen. Er verband seine Glückwünsche mit der Feststellung, daß "Weinland Rheingau" ein guter Marketingname sei. Und Albers (SPD) nahm sich noch die Zeit, Kunkel (CDU) einen Tip zu geben: "Wenn Sie gerne öfter unter Genossen und Genossinnen sind – ich habe noch eine Beitrittserklärung im Auto."

In die Feierstunde war eine kleine Weinprobe eingearbeitet, die zwischen den einzelnen Reden von Kellermeister Karl Heinrich Jakob moderiert wurde. Die fünf Weine waren ein kleiner, feiner Auszug aus der großen Weinpalette von Weinland Rheingau – vom 2006er Rheingau Spätburgunder Qualitätswein trocken bis zum 2008er Oestricher Lenchen Riesling Qualitätswein lieblich. Musikalisch umrahmt wurde der Abend mit virtuoser Akkordeonmusik vom Duo Arte di Musica, Annegret Cratz und Thomas Rohoska.

Nach dem offiziellen Teil war Zeit für weiteren Weingenuß und gemütliche Gespräche. Das reichhaltige Büfett wartete mit Spezialitäten wie Wildschweingulasch, Spießbraten, Wurst-, Fisch- und Käsevariationen, mit Panna Cotta, Tiramisu und einem Überraschungsdessertwein. In der Vinothek hatte Weinland-Mitarbeiterin Claudia Demant eine Ausstellung mit Fotografien und Dokumenten aus der 50jährigen Genossenschaftsgeschichte zusammengestellt. Darunter war auch ein Artikel aus dem Geisenheimer Lindenblatt vom 8. April 1960.


Quelle: Rheingau Echo